Am 18. Mai 2014Sicherheit zuerst

Donnerstag, 20. März 2014

Warum der Gripen für die Schweiz so wichtig ist



von Oblt Dominic E. Tschümperlin, Vizepräsident JCVP Freiburg  

Am 17.Februar wurde am frühen Morgen kurz vor Genf ein Flugzeug entführt. Eine sehr gefährliche Situation, die eine professionelle Handhabung verlangt – etwa so wie dies die Schweizer Luftwaffe zu pflegen tut. Doch wo ist die? Richtig, sie schläft. Denn die Schweiz kann die Luftpolizei nur zu Bürozeiten aufrechterhalten. Ein Skandal! Jeder halbherzige Terrorist kann also von 17 bis 8 Uhr in der Schweiz locker ein Privatflugzeug entführen und Szenarien wie 9/11 Wirklichkeit werden lassen! Jeder hackte in der Folge auf der Luftwaffe rum.
 
Doch niemand scheint sich die Frage zu stellen, weshalb solche Zeiten notwendig sind. Sie sind nämlich nicht auf fehlende Piloten oder gar deren Faulheit zurückzuführen.  Nein! Wir haben schlicht zu wenig Flugzeuge, um die Luftpolizei rund um die Uhr sicher zu stellen. Und genau zu dieser Zeit, wo Flugzeuge im zwei Wochen Tempo entführt zu werden scheinen, meint das Volk mit gnadenlosen  62%, wir brauchten das neue Kampfflugzeug nicht.
 
Die Nein-Argumente scheinen zu überzeugen! Die Gripen sind Papierflugzeuge, meint das Nein-Komitee, obwohl führende Kampfpiloten und Sicherheitsexperten festgestellt haben, dass der Gripen für die Schweiz die ideale Lösung darstellt; obwohl der Gripen in punkto Geschwindigkeit und Feuerkraft mit den besten der Welt mithalten kann und in punkto Beweglichkeit, was in unserem Alpenland ein zentrales Charakteristikum darstellen muss, gar überlegen ist; Obwohl bereits fünf Profiarmeen sogar den Vorgänger verwenden.
 
Die Armee scheint gemäss Gegner bereits genügend gerüstet zu sein. Man bedenke, dass mit nur 32 FA-18, von denen je zehn zur Ausbildung und zehn zur Wartung abgestellt sind, der Luftraum in der Nacht abgedeckt werden soll. Denn der F-5 Tiger kann dies nicht. Die zwölf verbliebenen FA-18 sind aber schon den ganzen Tag im Einsatz und können in der Nacht nicht mehr verwendet werden. Meines Erachtens hat die Luftwaffe also dringend ein Nachschubbedarf an Flugzeugen nötig! Nationalrätin Allemann meint dazu, man müsse mit dem Ausland dafür kooperieren. In einer Zeit, wo wir mit dem Ausland nicht gerade auf dem besten Fuss stehen, sollen wir unsere Sicherheit den Ita-lienern und Franzosen überlassen, die budgetär im Gegensatz zur Schweiz ein Riesenproblem haben.
 
Der Gripen koste zu viel. Gemäss Nein-Komitee 10 Milliarden, laut allen anderen Quellen 3 Milliarden. Wo die 10 Milliarden des Nein-Komitees herkommen, kann mir keiner erklären. Bref! Bei knapp 6 Millionen Steuerzahlern in der Schweiz, macht dies 40 Fr. im Jahr pro Kopf. Ist uns denn unsere Sicherheit keine Autobahnvignette wert?
 
In einer Zeit, in der die Welt mehrfach bereits am Rande eines grossen Krieges gestanden ist und Krisenherde sich nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in Europa finden, wollen wir also wegen des Wertes einer Autobahnvignette auf unsere Sicherheit verzichten. Ich appelliere an jede Schweizerin, jeden Schweizer, stimmt JA zu diesem dringend benötigten Kampfflugzeug. Das nächste Mal könnte so eine Entführung wie bei Genf auch gegen AKWs oder Grossstädte gehen. Die Bedrohung ist real und wir müssen ihr entgegentreten. Nur mit dem Gripen können wir die Luftsicherheit rund um die Uhr herstellen! Darum brauchen wir ihn, diesen äusserst kampfstarken Jet! Und er kostet uns läppische 40 Franken.

Sonntag, 16. März 2014

Keine rot/grünen Experimente mit unserer Sicherheit - JA zum Gripen!


von Konrad Alder, ehemaliger Rubrikredaktor der Zeitschrift „Schweizer Soldat“, Bereich „Militärluftfahrt“.

Angstfrei in Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Wohlstand leben zu können, ist sowohl für Erwachsene aber vor allem auch für Kinder ein kostbares Privileg. Das ist uns Schweizerinnen und Schweizern seit Generationen vergönnt. Sicherheit, wie wir sie in unserem Land tagtäglich erleben dürfen, ist aber nicht selbstverständlich. Sie bedarf einem diesem Ideal nachhaltig verpflichteten politischen Willen, aufgabengerechter finanzieller Investitionen und ständiger Einsatzbereitschaft. Für das letztere ist ein aus zivilen und militärischen Elementen bestehender „Sicherheitsverbund Schweiz“ für Schutz, Rettung und Verteidigung verantwortlich. Unsere Luftwaffe ist ein integraler und gewichtiger Bestandteil davon. Sie schützt uns vor vielfältigen Gefahren aus der Luft. Solche Bedrohungen können wegen der Flexibilität und Geschwindigkeit von modernen Flugzeugen auch in Friedenszeiten kurzfristig und überraschend aus allen Himmelsrichtungen auftreten. So steht denn unsere Luftwaffe im Rahmen des ihr gesetzlich zugewiesenen Auftrags für den Luftpolizeidienst bereits heute beinahe täglich im dichtest beflogenen Luftraum Europas im „Ernstfall“-Einsatz.

In ihrer erfolgreichen Geschichte ohne Krieg war der Schweiz Sicherheit in einem umfassenden Sinn und als unabdingbare Voraussetzung für eine freie Gesellschaft, wirtschaftlichen Erfolg und damit Wohlstand bis heute und zu Recht immer sehr viel Wert. Wenn wir jetzt, wie die bekennenden Armeeabschaffer SP, Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) und die Grünen, nicht mehr bereit sind, in die längst fällige Erneuerung der Luftwaffe zu investieren, ist das gegenüber Innen und dem Ausland ein verheerendes Zeichen der Schwäche und Selbstaufgabe mit gravierend negativen Konsequenzen für unser Erfolgsmodell Schweiz. Die notorischen linken Sicherheitsabschaffer zeigen sich in diesem Zusammenhang mit ihrer Nein-Parole einmal mehr als wenig vertrauenswürdige, die übergeordneten Landesinteressen sträflich missachtende Ratgeber. Dilma Rousseff, die sozialdemokratische (!) Präsidentin von Brasilien, würde das wohl auch so beurteilen. Denn sie begründete den Entscheid Brasiliens für die Beschaffung des Kampfflugzeugs Gripen E mit den folgenden Worten: „Brasilien sei ein dem Frieden verpflichteter Staat und müsse sich deshalb adäquat verteidigen können“! Ein ähnliches Bild im Wohlfahrtsstaat Schweden, dem Heimatland des Gripen. Der Führer der oppositionellen Sozialdemokraten (!) Stefan Löfven kritisiert die ebenfalls aus finanziellen Gründen völlig ungenügende Fähigkeit der Streitkräfte zur wirkungsvollen Verteidigung Schwedens scharf und verlangt von der bürgerlichen Regierung (!) eine sofortige Korrektur.

Und wenn es noch eine weitere Bestätigung für die Notwendigkeit der Gripen-Beschaffung bedarf, genügt einem Schweizer-Stimmbürger mit gesundem Menschenverstand und wachem Geist ein Blick auf die aktuelle Sicherheitslage in Osteuropa. Da annektiert Russland militärisch eiskalt die zur Ukraine gehörende Krim und riskiert damit eine kriegerische Auseinandersetzung. Allein schon diese explosive Situation nur 2'000 km von unserer Grenze entfernt, die zahlreichen Konflikte ausserhalb von Europa nicht einmal mitberücksichtigt, belegt eindrücklich die Notwendigkeit einer glaubwürdigen, souveränen schweizerischen Sicherheitspolitik und als Konsequenz daraus einer leistungsfähigen Luftwaffe.

Nicht zu unterschätzen sind bei einer Ablehnung des Gripen-Kaufs auch die massiv negativen Auswirkungen auf unsere Wirtschaft mit ihrer zentralen Bedeutung für u.a. die Finanzierung unseres schweizerischen Wohlfahrtsstaates. Unmittelbar würden wir auf Kompensationsaufträge im Gegenwert von CHF 2,5 Mrd. verzichten. Das entspricht einem Arbeitsvolumen von rund 10'000 Mannjahren. Neben den damit einhergehenden Ertragsausfällen verliert der Werkplatz Schweiz auch für seine Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit gewichtiges Know How in den zukunfts- und wertschöpfungsträchtigen Bereichen der Optronik, Elektronik, Werkstofftechnologie sowie der Wartung und des Einsatzes hochkomplexer Systeme. Parallel dazu gesellt sich noch der schleichende Verlust von attraktiven Arbeitsstellen bei unserer Luftwaffe und der mit ihr vernetzten Industrie. Vorsichtig geschätzt dürfte es sich dabei um hunderte von Arbeitsplätzen und vor allem auch Lehrstellen, teilweise in strukturarmen Gebieten handeln.

Am kommenden 18. Mai entscheidet unser Volk darüber, ob die Schweiz ihren Luftraum auch in Zukunft souverän und wirkungsvoll verteidigen kann oder ob wir bei einem Nullentscheid unsere Luftwaffe als wichtigstes Schutzelement der ersten Stunde ab 2030 verlieren und damit wehrlos werden. Denn ohne eine Kontrolle unseres Luftraums wird es auch keine glaubwürdige Verteidigung am Boden geben. Man kann es drehen und wenden wie man will, bei der bevorstehenden Abstimmung geht es letztlich um die einfache Frage: „Wollen wir Schweizerinnen und Schweizer weiterhin eine sichere, verteidigungsfähige Schweiz oder akzeptieren wir neu - wie von SP, Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) und Grüne mit ihrem Referendum angestrebt - die Unsicherheit und schaffen unsere Armee indirekt gleich selbst ab!

Samstag, 8. März 2014

Gripen als Preis unserer Neutralität für den Lohn unserer Unabhängigkeit



von Fritz Kälin, Soldat (2014 letzter WK), Lic.phil. und derzeit Doktorand der Militärgeschichte (Universität Zürich). 


Mit dem Gripen wird die Schweizer Luftwaffe im europäischen Vergleich sowohl qualitativ als auch quantitativ eine überdurchschnittliche Stärke erreichen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass wir seit jeher ein neutraler Staat sind. Als solcher müssen wir in der Lage sein, unseren Luftraum auch ohne bequemes Anlehnen an die benachbarten Luftstreitkräfte selber zu sichern. Wir sind verpflichtet, kriegführenden Mächten die militärische Nutzung unseres Territoriums und Luftraums so lange wie nötig zu verwehren. Der Unterhalt einer dazu fähigen Luftwaffe ist der Preis unserer Neutralität.

Die Neutralität erlaubt es der Schweiz, flexibel und unabhängig gute Beziehungen zu den aufstrebenden Schwellenländern aufzubauen. Für diese spielt es sehr wohl eine Rolle, dass wir keiner westlichen Kriegsallianz angehören und dass wir nie eine Kolonialmacht waren. Unsere Geschichte ist in einer zunehmend multipolaren Welt ein wertvolles Kapital, welches wir künftigen Generationen weitervererben wollen. Ich möchte nun ausführen, weshalb die Gripenbeschaffung nicht nur ein Kostenfaktor darstellt, sondern eine notwendige und lohnende Investition.

Erst eine sichere Schweiz kann mit der Welt solidarisch sein. Ohne Sicherheit wären wir selber auf solche Solidarität angewiesen. Wie wenig Verlass auf diese ist, können wir praktisch täglich den Nachrichten entnehmen. Eine kleine, hochqualitative Flotte genügt nur für Allianzmitglieder, die mit einzelnen Flugzeugen in fernen Kriegen der ‚Bündnissolidarität’ bereits genüge tun.  
Nur mit einer ausreichenden Anzahl Flugzeuge werden unsere Neutralität und damit auch unsere Unabhängigkeit von anderen Staaten respektiert. Und nur als glaubwürdig neutraler Staat wird uns zugetraut, dass wir in Konflikten ehrlich vermitteln und keine machtpolitischen Hintergedanken verfolgen, wenn wir uns für Menschenrechte einsetzen. Deshalb dürfen wir für unsere eigene Sicherheit nicht auf den Schutz einer fremden Kriegsallianz wie der Nato angewiesen sein.

Bei der alltäglichen Luftpolizei ist Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn selbstverständlich. Wenn unsere Luftwaffe in normalen Friedenszeiten nur zu Bürozeiten startbereit ist, dann trägt sie dazu bei, Ressourcen für schwierige Zeiten zu sparen. Aber kein Staat leistet sich eine Armee, die lediglich für normale Situationen reicht. Es ist z.B. gut denkbar, dass unsere Nachbarn aufgrund von Bündnisverpflichtungen ihre stark geschrumpften Fliegerstaffeln in andere Weltgegenden verlegen müssen. Dann müssen wir in unserem Luftraum wieder mehr Eigenleistung erbringen. Ausserdem die Nato ist leider längst kein reines Verteidigungsbündnis mehr, sondern eine kriegführende Allianz im Dienste amerikanischer Interessen (Egon Bahr, 06. März 2014). Dass ihr demokratisch regierte Staaten angehören, ist für die Schweiz weniger relevant als die Tatsache, dass diese Allianz ihren ersten Krieg 1999 ohne UNO-Mandat geführt hat. Wenn die Schweiz für eine internationale Ordnung einstehen will, in der nicht nur das Recht des Stärkeren gilt, dann darf sie nicht selber auf Gedeih und Verderb auf den Schutz fremder Mächte angewiesen sein.

Echte Sicherheit bedeutet, dass wir uns auf uns selbst verlassen können. Deshalb am 18. Mai ‚Ja’ zum Gripen!
 

Freitag, 7. März 2014

Warum die Schweiz den Gripen braucht



von Raphael Rohner (23), Kommunikationsstudent und Milizoffizier



Frühlingsession 1976 – das Parlament bewilligt mit einem Kredit von 1.17 Mrd. Franken den Kauf eines neuen Kampfflugzeugs: Der Northrop F5-E/F Tiger konnte sich gegen seine Konkurrenz durchsetzen und wurde schnell das Rückgrat unserer Luftwaffe, darum hat das Parlament 1981 beschlossen, erneut 38 Maschinen anzuschaffen. Kostenpunkt:Weitere 770 Millionen Schweizerfranken.
Es war keine Frage des Geldes. Es ging um die Aufrechterhaltung unserer Lufthoheit und der Sicherheit sämtlicher Bewohner des Landes, die Beschaffung eines militärischen Mittels, die unser Land im Krisenfall effizient zu verteidigen vermochte. Doch die Zeit des Tigers ist, wie damals beim Hunter und dem Venom, zu Ende. Was nun? Die Luftwaffe nicht erneuern? Ich versuche, meine Meinung zu erläutern.


Ich orientiere ...
Ich bin Offizier der Schweizer Armee und stolzer Bürger unseres Landes. Mir hat man beigebracht, die Luftwaffe sei der Stolz unserer Armee und man solle die Uniform achten, ihr Respekt zollen. Vermehrt stehen mir Menschen gegenüber, die daran zweifeln. Zweifel gegenüber der Institution „Schweizer Armee“ und im Moment klare Zweifel an der Luftwaffe. Warum die breite Öffentlichkeit, vor allem urbanere Regionen, einen so massiven Pazifismus pflegen, kann ich mir nur damit beantworten, dass die Armee aus dem Fokus gekommen ist. Die Menschen sehen ihr Militär nicht mehr. Und wenn, dann nur negativ. Das Militär verschwindet aus dem Fokus der Öffentlichkeit oder wird verzerrt dargestellt durch die negativen Schlagzeilen in der Presse. Die Luftwaffe verschwindet ebenso dort, wo sie effektiv hin gehört: Am Himmel. Die Armee nimmt Rücksicht auf Lärmklagen, lässt die Luftwaffe nur tagsüber zu Bürozeiten fliegen. Tiefflüge gibt es unterdessen kaum mehr. Als kleiner Bub war ich immer stolz, wenn die Kampfflieger tief über unseren Pausenplatz donnerten und wir immer alle da standen und voller Ehrfurcht gegen den Himmel starrten. Einige von uns hegten den Traum,selber eines Tages Pilot zu werden. Verstärkt wurden solche Träume durch Flugtage wie in Altenrhein. Herrliche Erinnerungen an diese Zeit, als die Mirage auch noch ein Teil unserer Armee war.
Heute sieht die Benutzung des Luftraums anders aus. Die Schweiz ist zu einem Knotenpunkt in der zivilen Luftfahrt geworden und trägt als solcher eine grosse Verantwortung für Europa und die ganze Welt. Die Trainingszonen für die Luftwaffe sind stark eingegrenzt worden und haben an vielen Orten für Missmut gesorgt. Etwa in Feriendestinationen haben sich Gäste und Anwohner über den aufgekommenen Fluglärm beschwert.

„der neue Flieger ist doch viel zu teuer ...“
Eines der Hauptargumente der Gripen-Gegenseite ist immer das Geld. Unternehmerischer soll die Armee arbeiten. Man soll effizienter und so billig wie möglich sein. Nun, ich habe mir einmal überlegt, was diese Forderungen im Bezug auf die Neuanschaffung des Gripens bedeutet:
Hat der Bund das Produkt und dessen Alternativen genau geprüft, um nicht ein überteuertes Produkt zu kaufen? Entspricht das Flugzeug unseren Anforderungen? Entspricht das Flugzeug den Bedürfnissen der Piloten? Kann mit dem gewählten neuen Flugzeugtyp der Luftpolizeiliche Dienst problemlos gewährleistet werden? Usw...
Ich kann kein einziges NEIN finden.

Wer mir sagt, die Armee müsse unternehmerischer handeln, soll mir einmal sein Auto zeigen. Ich sehe diese Leute, die gegen das neue Flugzeug wettern, ziemlich oft in Neuwagen herumfahren (ob geleast oder bezahlt sei dahingestellt).. Wer mir sagt, der F-5 E/F sein noch brauchbar für unsere Armee, müsste meiner Meinung nach einen 1974er Ford Capri in seiner Garage haben und das Auto jeden Tag nutzen. Noch besser wäre es natürlich als Geschäftsauto eines Unternehmers, der damit nicht nur sich, sondern auch seine Firma repräsentieren müsste. Wer solche Autos mag, kennt den finanziellen Aufwand , es strassentauglich zu halten: Die Unterhaltskosten sind astronomisch, der Motor schluckt Sprit wie an der Olma das Bier weg geht, die Ersatzteile sind häufig völlig überteuert auf irgendwelchen überteuerten Treffen zu finden und die Umwelt leidet unter der Abgaswolke, die hinter dem Capri herzieht. Mal abgesehen davon sind die Versicherungskosten sehr hoch und das Vorführen gleicht jedesmal einer Lotterie. Wollen wir wirklich, dass ein solcher Oldtimer noch täglich über unseren Köpfen herumfliegt? Keiner, den ich bis heute getroffen habe, fährt mehr beruflich so ein Auto. Man stelle sich vor, ein Polizeikorps würde noch mit solchen Vehikeln (an dieser Stelle entschuldige ich mich bei allen Liebhabern) ihren täglichen Dienst verrichten. Wäre das verantwortbar? Wäre kaum sehr glaubhaft. Oder hätten Sie Respekt, wenn hinter Ihnen eine solche Rostlaube herfahren würde, um Sie aus dem Verkehr zu ziehen? – Ich würde mit meinem Peugeot 206 im Standgas davonziehen, während sich der betagte Capri abmühen müsste, um überhaupt die nächste Kurve zu erwischen.
 
Unsere Luftwaffe repräsentiert unser gesamtes Land. Sind wir nicht die vorbildliche Schweiz? Die moderne, standhafte Schweiz? Die Schweiz ,die im Ausland immer beneidet wird? Fortschrittlich und exakt? Das Zentrum der Zeit? Die reiche Schweiz?
Kann es sich unsere Nation wirklich leisten,die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung über Geld zu stellen und deswegen NEIN zum Gripen zu sagen? Ich finde NEIN! Wir sind das wehrhafte Land der Eidgenossen. Offen für jeden, der zu uns kommen will, gastfreundlich und Obhut gebend. Wir sind verpflichtet, für alle in unserem Land Sicherheit zu gewährleisten, jederzeit und in jeder Form. Ich sage JA zum Gripen, weil ich für die Schweiz bin. Ich sage JA zum Gripen, weil ich für Fortschritt bin. Für eine bewaffnete Neutralität. Ich sage JA zu einer modernen Verteidigung über unseren Köpfen. Ich sage JA zur Armee und zu unserer Souveränität.